Private Unfallversicherung

Die private Unfallversicherung erbringt Leistungen, soweit die versicherte Person in Folge eines Unfalles einen Gesundheitsschaden erlitten hat.

Welche Leistungen kommen in Betracht?

Unfallversicherungen beinhalten insbesondere Geldleistungen im Sinne einer Einmalzahlung oder einer Rente im Falle der sog. Invalidität. Je nach Vereinbarung sind darüber hinaus weitere Leistungen wie z.B. Krankenhaustagegeld, Übergangsleistungen usw. versichert.

Welche Voraussetzungen müssen vorliegen?

Private Unfallversicherungen erbringen Leistungen, wenn der Versicherungsnehmer oder die versicherte Person einen Unfall erlitten hat.

Gemeint ist damit im Unterschied zu einer Erkrankung ein von außenkommendes Ereignis, wie zum Beispiel ein Sturz oder das Erleiden eines Schlages.

Voraussetzung der Leistungspflicht ist darüber hinaus, dass der Unfall zu einem dauerhaften Gesundheitsschaden im Sinne einer Invalidität geführt hat.

Die Berechnung der Leistung erfolgt nach dem Maß der vorliegenden Dauerschäden.

Die Versicherungsbedingungen enthalten insoweit meist sog. Gliedertaxen, welche bestimmen, welcher Anteil der Versicherungssumme bei Verlust oder
Unbrauchbarwerden eines genannten Körperteiles zu zahlen ist.

Soweit der Unfall nicht zu einem Verlust des Körperteiles, sondern zu einer dauerhaften Gebrauchseinschränkung geführt hat, werden die Leistungen entsprechend gekürzt.

 

Welche Probleme treten in der Praxis auf?

Von besonderer Bedeutung sind die im Vertrag formulierten Ausschlussfristen. Häufig ist vereinbart, dass die Dauerschädigung innerhalb eines Jahres nach dem
Unfall eingetreten sein und von einem Arzt innerhalb von fünfzehn Monaten nach dem Unfall festgestellt werden muss.

Soweit diese Fristen nicht eingehalten werden, können Leistungen- abgesehen von wenigen Ausnahmekonstellationen-  nicht beansprucht werden.

Das Vorliegen eines Unfalles ist beispielsweise dann problematisch, wenn der Betroffene einen Schlaganfall erlitten hat und gestürzt ist.

Häufig wird von den Versicherungen dann das Vorliegen eines Unfalles in Frage gestellt. Die Schädigung sei durch eine Krankheit, somit durch den Schlaganfall verursacht worden.

Zu bewerten ist dann, ob der Schlaganfall den Sturz verursacht hat oder aber der Sturz den Schlaganfall ausgelöst hat.

Von den Versicherungen wird häufig auch der Zusammenhang zwischen dem Unfall und den dauerhaften Einschränkungen bestritten.