Private Krankenversicherung insbes. Krankentagegeldversicherung

Die Krankenversicherung erbringt Leistungen, wenn diese erforderlich sind, eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhindern und Krankheitsbeschwerden zu lindern.

Welche Leistungen kommen in Betracht?

Die Krankenversicherung erstattet der versicherten Person die verauslagten Behandlungskosten und bezahlt ein Krankentagegeld, jeweils im versicherten Umfang.

Welche Voraussetzungen müssen vorliegen?

Voraussetzung ist, dass die Behandlungen medizinisch notwendig waren und der gewählte Versicherungstarif entsprechende Leistungen, auch in der entstandenen Höhe beinhaltet.

Der Umfang der Erstattungspflicht richtet sich nach dem Versicherungsschein, den Versicherungsbedingungen und den einschlägigen Tarifbedingungen.

Krankentagegeldversicherungen, meist als Bestandteil der privaten Krankenversicherung, erbringen Leistungen, wenn die versicherte Person infolge Krankheit zu 100 % außer Stande ist, den zuletzt ausgeübten Beruf zu verrichten, dies ärztlich bescheinigt ist und keine Berufsunfähigkeit vorliegt.

Welche Probleme treten in der Praxis auf?

In Bezug auf die Behandlungskosten wird von den Versicherungen teilweise in Frage gestellt, ob die durchgeführten Behandlungen medizinisch erforderlich waren.

Das Krankentagegeld wird von der Krankenversicherung häufig mit der Begründung abgelehnt, es bestehe keine Arbeitsunfähigkeit zu 100 %. In diesen Fällen bedarf es einer möglichst genauen Dokumentation der vorliegenden gesundheitlichen Einschränkungen - in Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten - und eine möglichst genaue Beschreibung der zuletzt ausgeübten konkreten Tätigkeit.

Darüber hinaus wird von den Versicherungen teilweise eingewandt, es handle sich um einen Dauerzustand, es bestehe daher Berufsunfähigkeit.

Zu bewerten sind dann die Chancen für die Wiederaufnahme der Tätigkeit.

Abzuwägen ist jedoch auch, ob sinnvoller Weise ein Antrag bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung gestellt wird.